LOTSE WERDEN

EHRENSACHE

Was sind Ihre Aufgaben als Wohnungslotse?

Als Wohnungslotse begleiten Sie die Wohnungssuche eines Ihnen bereits bekannten Geflüchteten, der Unterstützung benötigt. Kommt es zum Abschluss eines Mietvertrags, stehen Sie dem Neumieter zur Seite und sind zusätzlich Ansprechpartner für den Vermieter. Bei Wohnungsübergabe und Umzug haben Sie die wichtige Aufgabe, dem Neumieter die erforderlichen Formalien und Abläufe zu erklären und diese zu begleiten. Auch bei einer Vorstellungsrunde bei den neuen Nachbarn begleiten Sie ihn, um die Grundlage für eine gute Hausgemeinschaft zu legen und etwaige Vorbehalte frühzeitig abzubauen. Im Anschluss besuchen Sie den Neumieter in regelmäßigen Abständen in seiner Wohnung und helfen dabei, mögliche Probleme oder Missverständnisse zu klären. Die Termine stimmen Sie selbständig mit dem Neumieter und ggf. dem Vermieter ab. Mit zunehmender Selbständigkeit und besseren Sprachkenntnissen des Neumieters können die Zeitabstände zwischen den Besuchen vergrößert werden. In Absprache mit der Wohnbrücke kann die Begleitung des Mietverhältnisses beendet werden, wenn die Unterstützung nicht mehr notwendig ist, spätestens nach drei Jahren.

Welche Mieter vermittelt die Wohnbrücke?

Der Wohnungsbedarf von geflüchteten Menschen wird der Wohnbrücke durch ehrenamtlich Engagierte gemeldet, die den wohnungssuchenden Haushalt über ihr Engagement in der Unterkunft, im Sprachkurs o.Ä. kennengelernt haben.
Die Wohnbrücke vermittelt Wohnungen an Geflüchtete mit Bleibeperspektive, die über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen (Level A1 oder vergleichbar), derzeit in Hamburger Wohnunterkünften wohnen und langfristig in Hamburg bleiben möchten. Die Neumieter erhalten Gelegenheit, an Schulungen zum Thema „Wohnen“ auf einfachem Sprachniveau teilzunehmen.
Die von Wohnungslotsen begleiteten Geflüchteten müssen belegen können, dass sie eine eigene Wohnung beziehen dürfen. Dieser Beleg kann - je nach individueller Sachlage des Mietinteressenten – eine Dringlichkeitsbestätigung oder auch eine schriftliche Einschätzung seitens der Ausländerbehörde oder eines Rechtsbeistands sein. Die Erlaubnis kann sich auch aus dem Aufenthaltsstatus selbst ergeben, z.B. bei einer Aufenthaltserlaubnis oder wenn das Asyl- oder Widerspruchsverfahren noch läuft und bereits Analogleistungen nach § 2 AsylbLG bewilligt worden sind (siehe Leistungsbescheid des Amt für Grundsicherung und Soziales).

Welche Wohnungen werden vermittelt?

Die Wohnbrücke Hamburg vermittelt ausschließlich abgeschlossene Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen im Hamburger Stadtgebiet.

Sie wünschen sich, dass Geflüchtete eine Wohnung finden und in Hamburg heimisch werden können?

Sie möchten geflüchtete Menschen, die Sie bereits in der Unterkunft oder im Sprachkurs kennengelernt haben, auf dem Weg in die eigene Wohnung ehrenamtlich begleiten und ihnen bei Fragen und Problemen zur Seite stehen? Dann freuen wir uns, Sie kennenzulernen. Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen rund um die Aufgaben der Lotsen und wie wir sie dabei unterstützen. In unseren FAQ finden Sie Antworten auf weitere, häufig gestellte Fragen.
Sie können unsere Wohnbrücke Hamburg Koordinierungsstelle auch gerne direkt kontaktieren. Gerne erklären wir Ihnen alles im Gespräch: Tel. 040/466 551 433, wohnbruecke[at]lawaetz-ggmbh.de.

Wer kann Wohnungslotse werden? Und wie unterstützt die Wohnbrücke dabei?

Grundsätzlich kann jeder Erwachsene Wohnungslotse werden, der fließend Deutsch spricht und langjährige Erfahrungen als Mieter aufweist. Sie sollten die Zeit mitbringen, den Wohnungssuchenden zu Terminen zu begleiten. Außerdem sollten Sie die Möglichkeit und das Interesse haben, auch im laufenden Mietverhältnis mit dem durch Sie begleiteten Haushalt in Kontakt zu bleiben und eine zusätzliche Ansprechperson für den Vermieter zu sein.
In unserer Lotsenschulung bereiten wir Sie auf Ihre Tätigkeit vor und haben für Sie die wichtigsten Informationen zu Mietrecht, Sozialrecht (z.B. was kann wann, wie und wo beantragt werden?) und der Wohnungsvermittlung aufbereitet. Wir geben Ihnen hilfreiche Infos und Tipps nicht nur für die weitere Zusammenarbeit mit uns, sondern auch, um Sie und den Wohnungssuchenden bei der eigenständigen Wohnungssuche zu unterstützen. Die Schulung findet in der Regel ein Mal monatlich abends statt. Ihre einmalige Teilnahme an der Schulung ist verpflichtend für die Zusammenarbeit mit uns.
Selbstverständlich ist die Schulung für Sie kostenlos.
Die weiteren Termine für unsere Lotsenschulung im Jahr 2018: 22.08. / 19.09. / 17.10. / 14.11.2018, jeweils von 18:30 bis 21:00 Uhr. Bitte melden Sie sich bei Frau Michelle Jasdany von der Wohnbrücke Hamburg Koordinierungsstelle per E-Mail unter jasdany.wohnbruecke[at]lawaetz-ggmbh.de oder telefonisch unter 040/466 55 14 33 an. Weitere Informationen unter www.paritaet-hamburg.de/fuer-mitglieder/veranstaltungen.html.
Neben der vorbereitenden Schulung organisiert die Wohnbrücke regelmäßige Treffen mit anderen Wohnungslotsen, damit Sie sich untereinander austauschen und vernetzen können. Selbstverständlich können Sie sich bei auftretenden Problemen oder Konflikten mit der Wohnbrücke in Verbindung setzen, die Sie bei der Lösung – ggf. mit Hilfe eines Dolmetschers und/oder Fachleuten aus dem Wohnbrücke-Netzwerk – unterstützen wird.

Wie unterstützt Sie die Wohnbrücke bei Ihrer Aufgabe?

Auf Ihre Aufgaben werden Sie durch eine etwa zweistündige Abendschulung vorbereitet. Sie erhalten zudem einen “Kompass für Wohnungslotsen”, in dem Ihre wesentlichen Aufgaben, rechtliche und praktische Tipps zusammengefasst und Ansprechpartner bei konkreten Fragen benannt sind.

Neben der vorbereitenden Schulung organisiert die Wohnbrücke regelmäßige Treffen mit anderen Wohnungslotsen, damit Sie sich untereinander austauschen und vernetzen können. Selbstverständlich können Sie sich bei auftretenden Problemen oder Konflikten mit der Wohnbrücke in Verbindung setzen, die eine Lösung – ggf. mit Hilfe eines Dolmetschers und/oder Fachleuten aus dem Wohnbrücke Netzwerk – finden wird.

Wie kann ich eine Wohnung für einen von mir begleiteten Menschen finden?

Der Wohnungsbedarf von geflüchteten Menschen wird der Wohnbrücke über die Ehrenamtlichen der mit ihr kooperierenden Willkommensinitiativen, Kirchengemeinden oder Patenorganisationen benannt. Die Wohnbrücke ist kein Wohnungsportal, das von Wohnungssuchenden selbst direkt um Vermittlung gebeten werden kann.
Wenn Sie Ehrenamtliche/r einer Hamburger Willkommensinitiative, Kirchengemeinde oder Patenorganisation sind, können Sie sich unter Nennung der Initiative anmelden und uns den Wohnungsbedarf melden.

Tipps für die Wohnungssuche:

1. Wohngemeinschaften für 1-Personen-Haushalte
Wohngemeinschaft-Gelegenheiten können z.B. über das Portal www.Flüchtlinge-Willkommen.de oder andere WG-Portale gesucht werden. Durch die Wohnbrücke Hamburg erfolgt keine WG-Vermittlung.

2. Freier Wohnungsmarkt
Wohnungssuche auf dem "normalen" Wohnungsmarkt, insbesondere die Wohnungsbaugenossenschaften (http://wohnungsbaugenossenschaften-hh.de), abklappern – hilfreich kann ein Hinweis auf die Begleitung durch einen Wohnunglotsen und das Konzept der Wohnbrücke sein, da einige Genossenschaften schon positive Erfahrungen zurückgemeldet haben.

3. Flexibilität
Flexibel bei Wohnungsgröße, Stadtteil und Stockwerk sein und ggf., wenn keine Residenzpflicht besteht, in das Umland ausweichen.

Sie haben noch Fragen?

Antworten auf die häufigsten Fragen an uns (FAQ) finden Sie HIER. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir telefonisch nur sehr eingeschränkt erreichbar sind.

Haben wir Sie überzeugt?

Wenn Sie als Wohnungslotse ehrenamtlich aktiv werden wollen, setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wichtig ist uns, in welchem Stadtteil/Bezirk Sie tätig werden wollen und ob Sie bereits einen wohnungssuchenden Menschen oder eine Familie ehrenamtlich begleiten.

Mehr Informationen für angehende Lotsen

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