RAUM GEBEN

EHRENSACHE

Sie haben eine ungenutzte Wohnung?

Sie haben schon darüber nachgedacht, diese Geflüchteten zur Verfügung zu stellen, scheuen aber den zusätzlichen Aufwand und mögliche Probleme, die damit verbunden sein können? Vielleicht können wir Ihre Vorbehalte mit folgenden Infos entkräften:

Welche Wohnungen sind geeignet?

Die Wohnbrücke Hamburg vermittelt ausschließlich abgeschlossene Wohnungen mit grundsätzlich unbefristeten Mietverträgen. Gebraucht werden Wohnungen aller Größen.

Welche Mieter vermittelt die Wohnbrücke?

Die Wohnbrücke vermittelt Wohnungen an Geflüchtete mit Duldung oder Bleiberecht, die über ausreichende Sprachkenntnisse (mindestens Level A1) verfügen, ehrenamtlich betreut werden und langfristig in Hamburg bleiben möchten. Die Neumieter erhalten Gelegenheit, an Schulungen zum Thema “Wohnen” auf einfachem Sprachniveau teilzunehmen. Ab einem geeigneten späteren Zeitpunkt vermittelt die Wohnbrücke auch andere „vordringlich Wohnungssuchende“, die diese Kriterien erfüllen.

Welche Wohnungsangebote sind nicht geeignet und warum?

WG-Zimmer oder Wohnungen, die nur durch den Wohnbereich des Vermieters zugänglich sind werden von uns nicht vermittelt, befristete Mietverhältnisse nur in Ausnahmefällen. Diese Wohnmöglichkeiten können Sie gern z.B. über www.fluechtlinge-willkommen.de anbieten.

Ziel ist es, dass die Neumieter in ihrer neuen Umgebung und in unserer Gesellschaft ankommen. Dafür ist die Sicherheit, auf längere Sicht in der neuen Wohnung bleiben zu können, essentiell.

Ein fester Wohnort erleichtert den Aufbau eines eigenen sozialen Netzwerkes. Zudem gibt es nach dem Verlassen einer Unterkunft bei einem befristeten Vertrag keinen Rechtsanspruch auf die Rückkehr in eine Unterkunft gleichen Standards. Bei einem angespannten Wohnungsmarkt ist eine zeitlich begrenzte Wohnmöglichkeit daher keine dauerhafte Lösung und verstärkt den Druck sowohl für Vermieter als auch Mieter. Befristete Vermietung ist daher nicht ideal für ein dauerhaft gelingendes Zusammenleben. In vielen Fällen (z.B. bei Einliegerwohnungen in Einfamilienhäusern) gilt ein vereinfachtes Kündigungsrecht, so dass ein unbefristetes Mietverhältnis nicht bedeutet, dass dies nicht von Seiten des Vermieters beendet werden kann.

Auch wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Wohnungsangebot geeignet ist, sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns über jedes Angebot und entwickeln mit Ihnen zusammen eine passende Lösung – denn wir sind erfahren darin, individuelle Lösungen in Mietverhältnissen zu finden.

Wie hoch darf die Miete sein?

Die Mietforderung hängt von Größe und Ausstattung der Wohnung ab und sollte sich an dem Regelsatz für laufende Leistungen für Unterkunft, Heizung Nebenkosten nach SGB XII orientieren. Abweichungen sind in Einzelfällen möglich.
Als SGB II/XII - Leistungsberechtigte wird nach Prüfung eine angemessene Miete durch die Stadt getragen - falls die Neumieter nicht selbst für die Wohnung aufkommen können. Ausführliche Informationen siehe hier.

Wer sind die Wohnungslotsen?

Die ehrenamtlichen Wohnungslotsen sind neben den Mietern selbst Ihre Ansprechpartner für das Mietverhältnis, solange die Beteiligten diese Unterstützung wünschen. Es handelt sich um engagierte Menschen, die im Rahmen einer Willkommens-Initiative oder Kirchengemeinde Erfahrung bei der Begleitung von Geflüchteten gesammelt haben. Von der Wohnbrücke werden in Zusammenarbeit mit der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V. die Ehrenamtlichen mit einer Schulung auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Die Wohnbrücke steht darüber hinaus mit konkreten Informationen und zusätzlichen Ansprechpartnern zur Verfügung und organisiert regelmäßige Feedback-Gespräche und den Austausch der Wohnungslotsen untereinander.

Sie möchten Ihre Wohnung unentgeltlich zur Verfügung stellen?

Sie sind auf die Mietzahlung nicht angewiesen und möchten für den von Ihnen angebotenen Wohnraum lediglich die Nebenkosten ersetzt bekommen, um etwas Gutes zu tun? Das ist sehr großzügig! Allerdings ist es für den Neumieter wichtig, wie jeder andere “normale” Mieter behandelt zu werden. Dies hat mit Wertschätzung und Unabhängigkeit zu tun, aber auch damit, Verantwortung zu übernehmen und selbständig zu werden. In der Regel besteht ein Anspruch auf Übernahme der gesamten Miete, wenn der Mieter nicht selbst leistungsfähig ist.

Was passiert im Beratungsfall?

Sollte ein Problem auftauchen, das nicht durch den Wohnungslotsen direkt mit dem Mieter geklärt werden kann, steht die Wohnbrücke – ggf. auch mit Dolmetscher-Unterstützung, für eine Vermittlung bereit. Auch für den Fall von Schäden oder Mietausfällen, für die Vermieter Ersatz verlangen können, ist vorgesorgt: Damit Ihr etwaiges finanzielles Risiko überschaubar bleibt, ist ein Unterstützungsfonds geschaffen worden, der zusätzlich zur Kaution eine finanzielle Absicherung in Aussicht stellen kann. Falls wider Erwarten und unvorhersehbar die neuen Mieter Deutschland plötzlich verlassen müssen, steht Ihnen unser Beratungs- und Begleitungssystem zur ordnungsgemäßen Abwicklung des Mietverhältnisses zur Verfügung.

Haben wir Sie überzeugt?

Ihr Wohnungsangebot können Sie uns gerne zusenden. Nehmen Sie dazu direkt Kontakt mit uns auf.

Mehr Informationen für Vermieter und Interessierte

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